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Wer steckt hinter tonkopie.de ? - Über mich :

Als ich Anfang der 50er Jahre das Licht dieser Welt erblickte, war mein Umfeld nahezu frei von Technik. Wir hatten keinen Fernseher, keinen Kühlschrank, kein Telefon, geheizt und gekocht wurde mit einem Kohleofen. Später brachte lediglich ein Philips Philetta Röhrenradio 3 UKW Sender in´s Haus. Die Mittelwelle und Kurzwelle wurde nie benutzt, da meine Mutter fürchtete, das Rauschen, Pfeifen und Kratzen würde den Lautsprecher des Radios zerstören.

Meine ersten Spielzeuge waren alle ohne Elektrik; Teddybär, Kasperle-Puppen, einige Bilderbücher und viele Holzbausteine sind noch in meiner Erinnerung.

reiner_koetzsch
Meinen ersten Kontakt mit der Tonbandtechnik hatte ich mit etwa 4-5 Jahren. Im Schaufenster eines Radiogeschäftes bestaunte ich regelmäßg die ausgestellten Geräte und ließ mir deren Sinn von meiner geduldigen Mutter immer wieder erklären. Na ja, und irgendwann stand da ein Tonbandgerät, die technische Erklärung meiner allwissenden Mutter war einfach: "Da kannst Du reinsprechen und hinterher Deine Stimme hören". Ich war begeistert, das Tonband-Fieber hatte mich gepackt. Ich erinnere mich heute noch, wie ich vor der Schaufensterscheibe stand und irgendwelche Wörter zu dem Tonbandgerät hinter der Scheibe sprach. Die Enttäuschung war riesig, es kam keine Antwort zurück, ich konnte meine Stimme nicht wieder hören. Sollte sich die kluge Mutter diesmal geirrt haben? grundig_tk-40

Wie auch immer, ein solcher Sprechkasten stand jetzt ganz oben auf meinem Wunschzettel für das damals noch real existierende Christkind.

Kurz und gut, zu Weihnachten gab es dann von Mutter und Patentante Anni einen Autotransporter mit 4 aufgeladenen Autos, leider kein Tonbandgerät.

Auch in den späteren Kinderjahren ließ der Wunsch nach einem solchen Zauberkasten nicht nach, im Elternhaus fehlte jedoch das technische Verständnis und somit die nötige Einsicht und Bereitschaft, mir das ersehnte Tonbandgerät zu schenken.

Auch in der Schule waren Bandgeräte nicht üblich, mir blieb also immer nur der sehnsüchtige Blick in das Schaufenster des Radioladens.

weihnachten
Es sollte noch etwa 10 Jahre dauern, bis mir der Wunsch nach einem Tonbandgerät endlich erfüllt wurde. Es war ein Philips 4307 in 1/4 Spur mono. Dazu bekam ich ein gebrauchtes Grundig Mikrofon GDM 310, mit dem ich dann direkt vom Lautsprecher des Philetta Radios Musik und Hörspiele aufnahm. Das alte Dampfradio hatte noch keinen Audio-Ausgang für ein Diodenkabel, somit war die umständliche Aufnahme direkt vom Lautsprecher unumgänglich, Trafobrummen inklusive. philips_4307

Habe in kurzer Zeit alle erreichbaren Bücher über´s Tonbandeln gelesen und fing an, eigene Aufnahme-Experimente mit dem Philips Gerät zu machen. Bin dann einem Tonbandverein beigetreten und begann selbstbesprochene und mit Musik garnierte Tonbandbriefe zu versenden und natürlich auch wieder mit den Antworten sowie neuen Anregungen zum Hobby zu empfangen. So hatte ich rege Kontakte zu Tonbandfreunden in ganz Deutschland, eine Zeit lang gab es sogar Bandkontakt mit einem Tonbandler in Mexiko.

Großzügig benannte ich meine kleine Technik "Telstar-Tonstudio".

tonbandbrief

Für eine fette Revox hatte ich nicht genügend Geld. Als Lehrling in der Rundfunkabteilung im Kaufhof waren die finanziellen Möglichkeiten recht eng.

Die nächste Anschaffung war dann also ein Uher Royal de Luxe, damals für runde 1200 DM
die Maschine mit optimaler Tricktechnik. 4 Bandgeschwindigkeiten, wechselbare Tonkopfträger für 1/2 und 1/4 Spur, Echo- Duoplay und Multiplay, das alles gab es nur bei dieser legendären Bandmaschine. Inzwischen hatten wir daheim auch ein richtiges Radio mit Tonbandanschluss, die technisch nicht so tollen Mikrofon-Aufnahmen über den Lautsprecher waren endlich nicht mehr nötig.

uher_royal

Neben verschiedener Aufnahmen zu Hause schleppte ich das beinahe 14 kg schwere Uher-Gerät auch immer wieder mal in Kirchen, Konzertsäle, Stadthallen und Kneipen, um Orgelkonzerte, Gesangsvereine, Orchester und auch Rockbands auf das laufende Band zu bringen.

Mittlerweile besaß ich zwei Sennheiser Studiomikrofone MD 441, die Krönung war dann der Kauf eines Sennheiser Kunstkopfes.

Die meisten Aufnahmen waren reines Hobby, gelegentlich gab es aber auch richtige Aufträge gegen ein geringes Entgeld. Da hatte ich dann neben dem Bandgerät noch ein Mischpult, einige Mikrofone und reichliche Meter Kabel im Gepäck.

Mangels eigenem Auto musste ich den ganzen Kram mit der Straßenbahn transportieren, manchmal spendierte mir ein Veranstalter auch mal eine Fahrt mit dem Taxi.

live_aufnahme-2

uher_report
live_aufnahme

Da mir die Schlepperei langfristig doch zu lästig erschien, wurde eine tragbare Maschine gekauft, die Uher Report 4200 IC. Neben weiteren Aufnahmen in Innenräumen konnte ich nun endlich auch draußen Liveaufnahmen machen. Viele Interviews und Reportagen von Funkausstellungen, HiFi-Messen und anderen Veranstaltungen waren jetzt endlich möglich.

 

uher_mix5 uher_mix_500
rim-mischpult tfe-mischpult

 

In der Zwischenzeit war längst der Kauf eines Mischpultes fällig, zunächst das Uher Mix 5, welches dann später durch das optisch ansprechendere Mix 500 ersetzt wurde. Auch ein Selbstbau Pult von Radio RIM war einige Zeit im Einsatz. Viel später, die Ansprüche stiegen, folgte dann ein TFE-Mischpult - durchaus tauglich für ein Studio - für den Preis hätte ich damals auch einen guten Gebrauchtwagen kaufen können...

 

Der Traum eines jeden Tonbandamateuers war natürlich eine Revox-Maschine. 1977 war es dann endlich soweit, für knappe 1800 DM erstand ich bei Heinz Bluthard in Stuttgart eine A77 in Highspeed-Ausführung. Und - man staune - nach einer Generalüberholung vor einigen Jahren gehört die Maschine auch heute noch als Reservegerät funktionsbereit zu meinem Technik-Fundus.

Auch dieses 15 kg Schwergewicht hat so manchen Ausseneinsatz mitgemacht.

revox_a77

studio-a

Meine Anlage wuchs stetig weiter, irgendwann kam der erste Kassetten-Recorder dazu, schließlich verlangten meine "Auftraggeber" auch Kopien der von mir gemachten Aufnahmen, und da sich die Kassette immer mehr etablierte, kam ich nicht darum herum, das zuvor von mir missachtete Kassetten-Gerät anzuschaffen

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Neben einigen bezahlten Auftrags-Aufnahmen und zahlreichen privaten Experimenten werkelte ich viel für den Ring der Tonbandfreunde, dem ich sehr lange Zeit als Mitglied treu verbunden war. Viele meiner Ton-Beiträge landeten in "Rundbändern" des RdT, als fleißiger Schreiber für den "Tonreport" verfasste ich etliche Artikel zu technischen Geräten, Veranstaltungen, Messen und und und ...

Besondere Höhepunkte waren die Teilnahme an der "Hobbytronic" in Dortmund. Innerhalb des großen Info- und Demo-Standes unseres Tonband Vereins hatte ich ein kleines Studio aufgebaut, wo die Messebesucher Ihre Stimme hallunterstützt zu professionellen Playbacks aufs Band bringen konnten.

hobbytronic

Das aktive Tonbandhobby ist im Laufe der Zeit dann weitgehend anderen Interessen gewichen.

In mehr als 10 Jahren als Moderator bei dem Krankenhausfunk "Vincenzwelle" konnte ich meine technischen und sprecherischen Fähigkeiten dennoch weiter ausleben.

Woche für Woche erfüllt die Vinzencwelle Musikwünsche der Patienten und trägt so einen Teil zu deren Unterhaltung und Genesung bei.

vincenz_welle

Inzwischen ist mein Hobby zum Beruf geworden. Nebenstehendes Foto zeigt meine kleine Anlage im Jahre 2005. Aktuell stapeln sich auf wenigen Metern in drei Schwerlastregalen mehr als 3 Dutzend Geräte zur Überspielung und Bearbeitung von Audioaufnahmen. Oft sind zwei Computer gleichzeitig in Betrieb, um Bänder, Kassetten, Minidisc-Scheiben und Schellackplatten in ein digitales Format zu bringen.

Das untere Foto ist von 2013. Sie sehen nur den zentralen Arbeitsplatz, links um die Ecke und auf der Rückseite findet sich weitere Technik.

tonkopie.de-2005

tonkopie.de-2013

Zu meinem Kundenkreis gehören neben etwa zu 3/4 Privatkunden auch Firmen, Behörden, Museen, Archive, Stadtverwaltungen, Kirchengemeinden, Gutachter und selbst Justizbehörden aus Bund und Ländern sind gelegentlich meine Auftraggeber. Ab und zu gibt es auch Aufträge von professionellen Tonstudios, die heute ihre Kunden nicht mehr perfekt bedienen können, da diese Studios oft nur voll digital arbeiten, also keine analogen Bandgeräte mehr im Einsatz haben.

Ob nun alte Schlager, Aufnahmen der ehemaligen Rockband oder Blaskapelle, die Aufzeichnung der eigenen Trauung, Weihnachtsbescherungen aus lange vergangener Kinderzeit, wichtige Aufzeichnungen vom Anrufbeantworter, Rats-Sitzungen, Gutachten, Protokolle, allerletzte Klänge von in Kriegszeiten eingeschmolzenen Glocken, Gottesdienste, Predigten, Meditationen und eine Vielzahl weiterer Schallzeugen der Vergangenheit werden oftmals zu einer Herausforderung, um möglichst viel der historischen Dokumente zu erhalten und auch die im Laufe der Jahrzehnte nachlassende Verständlichkeit im Klang wieder zu verbessern.

Sicher, Profi-Studios der Film- und Schallplattenindustrie haben deutlich mehr Möglichkeiten als ich, um uralte Aufnahmen zu restaurieren. Wenn man jedoch deren enormen technischen Aufwand auch in Euro und Cent in Betracht zieht, kann ich doch so manches Mal für deutlich geringeres Honorar ein "kleines Wunder" vollbringen.

Reiner Kötzsch           

 

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