www.tonkopie.de Tonbänder digitalisieren, überspielen mit Revox B77 und Uher Royal.
Angebot
Software
PC-Hardware
Audio-Geräte
Zubehör
Anschlüsse
Aufnahme
> Tonbänder
Kassetten
Schallplatten
Schellackplatten
MD / Minidisc
Diktier-Kassetten
Hörproben
Probleme
Bilanz
Kleine Helfer
VHS auf DVD
Audio-Links
Bücher
CD-Druck
Über mich
Kontakt
Impressum
 
 
Startseite

Alte Tonbänder digitalisieren.

Praktische Gratishilfe und günstiges Angebot.

Die richtige Bandgeschwindigkeit ist wichtig !

Tonbänder wurden mit unterschiedlichen Bandgeschwindigkeiten aufgenommen. Üblich waren 9,5 cm/sek; das war über Jahre hinweg die Standardgeschwindigkeit. Sparfüchse nahmen mit 4,75 cm auf, dieses Tempo reichte für einfache Sprachaufnahmen. Wer optimale Aufnahmen erwartete, fuhr mit Speed 19 cm. Das Schneckentempo 2,4 cm reichte gerade für Diktat-Aufnahmen, die Tonqualität war merklich miserabel.

High Speed 38 cm war im Tonstudio üblich, einige semiprofessionelle Geräte (Revox,Tandberg u.a.) gab es als Sonderausführung auch als 38er Schnell-Läufer.

Die meisten Bandgeräte hatten zwei Bandgeschwindigkeiten, 4,75 und 9,5 oder 9,5 und 19 cm. Einige wenige Modelle konnten mit 3 Geschwindigkeiten dienen, bei vielen Uher-Geräten waren sogar alle 4 üblichen Geschwindigkeiten möglich.

Das Band sollte mit der gleichen Bandgeschwindigkeit digitalisiert werden, wie es in der Vergangenheit aufgenommen wurde.

In der Software ist es möglich, das Tempo nachträglich zu verdoppeln oder auch zu halbieren. Wenn Sie also eine 4,75er Aufnahme haben, besitzen aber nur ein Tonbandgerät mit 9,5 cm, so können Sie das Band mit 9,5 abspielen und später mit der Software das Tempo halbieren. Es kommt jedoch dabei zu deutlichen Qualitäts-Einbußen.

Also achten Sie bei Neukauf einer Bandmaschine auf die möglichen Bandgeschwindigkeiten.

Neuere Uher Royal Modelle sind da optimal. Von 2,4 bis 19 cm - alles vorhanden.

Die richtige Spurlage ist zu beachten !

Viertelspur / Halbspur

In der Anfangszeit wurden Tonbänder nur MONO in voller Breiter des Bandes bespielt. Später wurde das Band in 2 Spuren bespielt, nur so war eine STEREO - Aufnahme möglich. Bei Stereo-Aufnahmen liefen beide Spuren nebeneinander, bei Mono war es üblich, das Band nach der ersten Aufnahme umzudrehen und die nächste Spur dann gegenläufig zu magnetisieren.

Ab dem Jahr 1959 gab es die ersten 4 Spur-Bandgeräte. So war das Band für Stereo-Aufnahmen in 2 Richtungen zu bespielen, für Mono standen nun 4 Spuren zur Verfügung.

Diese beiden Spurlagen, also Halb- und Viertelspur, sind nicht zueinander kompatibel ! Theoretisch könnten Sie zwar eine Halbspur Mono-Aufnahme auf einem Viertelspur-Gerät abspielen, handeln sich dabei jedoch einen Verlust in der Tonqualität ein. Alle anderen Wiedergabe-Kombinationen mit unterschiedlichen Spurlagen sind nicht sinnvoll, in den meisten Fällen sogar unmöglich.

Fazit:

Bei Kauf eines gebrauchten Bandgerätes müssen Sie auch die Spurlage beachten.

Halbspur-Tonkopf
Viertelspur-Tonkopf

Auch hier sind Sie wieder mit Uher-Bandgeräten gut beraten, bei den (jüngeren) Royal- und Variocord-Modellen sind die Tonkopfträger auswechselbar, so können Sie mit einer Maschine beide Spurlagen wiedergeben.

Auf der Seite Kleine Helfer finden Sie nützliche grafische Darstellungen zur Halb- und Viertelspur- Technik.

 

Sind für die Tonband-Überspielung unbedingt Studiogeräte notwendig ?

Die Originalaufnahmen wurden vor Jahren und Jahrzehnten mit normalen Heim-Tonbandgeräten gemacht. Von daher erscheint es als ausreichend, auch für die Wiedergabe und Überspielung solche Heimgeräte zu verwenden.

Mal abgesehen davon, daß Studiomaschinen eigentlich nie 1/4 Spur Geräte waren, wurden echte Studiogeräte üblicherweise auch auf andere Bandsorten und auf eine spezielle Aufnahme-Entzerrung eingestellt. Wenn also eine Aufnahme auf einem Heimgerät gemacht wurde, kann es durchaus sein, daß die Wiedergabe mit einer studiogemäß eingestellten Profimaschine nicht die beste Lösung ist. Außerdem laufen Bandgeräte in Studios mit einer höheren Bandgeschwindigkeit, üblich sind 38 cm / sec, gelegentlich auch 76 cm. Also läuft Ihr Vierspurband auf keiner Studiomaschine.

Vorsicht:

So manche Anbieter von Tonband-Digitalisierungen geben an, sie überspielen alle Bänder mit "Studio-Geräten". Nun, inzwischen wissen Sie, dass es kaum möglich ist, Heimtonbänder auf Profi-Geräten abzuspielen. So sind also solche "Werbeaussagen" mit Skepsis zu betrachten...

allerdings...

Bei Heimgeräten war und ist die konstante Bandgeschwindigkeit selten so stabil wie bei professionellen Bandmaschinen. Wenn also eine ohnehin im Gleichlauf schwache alte Originalaufnahme heute auf einer "ausgeleierten" Bandmühle läuft, addieren sich die Gleichlauf-Schwankungen und können deutlich hörbar werden - es jault ! Da sind Sie mit Ihrer Reparatur-Software auch am Ende der Möglichkeiten angelangt.

Bandgeräte mit wenig Mechanik und elektronisch geregelten Motoren - wie die Revox A77, B77 und andere - haben auch heute noch hervorragende Gleichlauf-Eigenschaften und sind von daher ideal für die Überspielung geeignet.

aber...

Legen Sie mal ein altes brüchiges ORWO-Azetat-Band auf eine A77 oder B 77... - da sind sie mit dem Kleben von Bandrissen durchgängig beschäftigt. Auch schmierende Bänder, egal ob billige Shamrock- oder hochpreisige Revox- Senkel laufen auf den großen Maschinen weniger gut.

Für solche Härtefälle nutze ich verschiedene gut gepflegte und überholte Uher-Geräte der Royal-Klasse. Durch mechanische Manipulationen an den Maschinen laufen auch die "Problembänder" zumeist ohne Störungen.

Zum Thema Uher

Uher Tonbandgeräte waren die für den Amateur gerade noch erschwinglichen Bandmaschinen. So eine Royal gab es für knappe 1000 DM, der Preis-Abstand zu vielleicht noch besseren und sehr begehrten Tandberg- Revox- Akai... Geräten war recht groß.

Uher Royal 561
Von 2,4 bis 19 cm/Sek. Alle gängigen Bandgeschwindigkeiten sind wählbar. Das schnelle Tempo 38 cm/Sek bleibt den "großen" Maschinen vorbehalten. Uher Royal SG 561
Durch den wechselbaren Kopfträger lassen sich 1/2 Spur und 1/4 Spur - Aufnahmen nutzen. Uher Kopfträger

 


Studiobänder überspielen

Ein neues Hobby findet immer mehr begeisterte Anhänger - das Sammeln von alten Tonstudio-Bändern.

Ein Ziel der Sammel-Leidenschaft sind bisher unveröffentlichte Demo- und Probeaufnahmen bekannter Solisten und Gruppen.

Tonband auf Bobby

Immer mehr "analoge" Tonstudios geben auf und schließen ihre Pforten. Dadurch kommen viele hochpreisige Studiogeräte zum Verkauf, aber auch die Bandarchive werden geleert und die Bänder zu günstigen Preisen veräussert. Wer nur wenig suchen möchte, findet bei Ebay schnell viele Angebote, Experten kennen noch andere Quellen.

Nun ist es den Bändern von aussen leider nicht anzusehen, ob es sich um begehrte Raritäten oder nur Allerwelts-Aufnahmen handelt. Also erstmal reinhören. Studiobänder befinden sich aber nicht unbedingt auf üblichen Spulen, sondern sind oft als freitragende Bänder auf Metallkernen >Bobbys< aufgewickelt. Ohne passenden Adapter und flachen Bandteller lassen sich diese Bänder nicht abspielen. Wenn die nötigen Adapter nicht vorhanden sind, muss das Band also zunächst auf eine normale Spule umgewickelt werden. Hilfreich kann hier ein alter Schallplattenspieler eingesetz werden:

Plattenspieler einschalten und den Stecker aus der Steckdose ziehen, jetzt läuft der Plattenteller frei. Eine Schallplatte auflegen, darauf den Bandwickel mit dem Bobby mittig auflegen. In GLEICHER Höhe steht rechts vom Plattenspieler das Tonbandgerät. Nun das Band vorsichtig vom Plattenspieler auf die Spule umwickeln, natürlich nicht im schnellen Vorlauf, sondern mit der normalen Bandgeschwindigkeit. Mit etwas Fingerspitzengefühl funktioniert das prima, auf diese Art habe ich als Tonbandamateur vor Jahrzehnen schon die preiswerten Band-Rohwickel auf die 3-Zack und NAB-Spulen gebracht.

Die nächste Hürde ist die Bandgeschwindigkeit. In den meistern Studios wurden die Aufnahmen mit 38cm / Sek gefahren. So läuft als das Band bei den üblichen 19cm / Sek natürlich viel zu langsam. Trotzdem, mit einem geeigneten Programm lässt sich durchaus eine für Kontrollzwecke geeignete Überspielung machen. Die Software rechnet die 19er-Aufnahme um und spielt die Aufnahme sogar bei ordentlich gehaltener Tonhöhe mit doppelter Geschwindigkeit ab.

Das Ergebnis ist zwar nicht die gewünschte volle Qualität, jedoch können Sie schon so deutlich die erstrebten Raritäten von den Allerweltsaufnahmen unterscheiden.

Nun gehen die "Perlen" in´s Archiv, der Rest wandert vielleicht wieder in ein Auktionshaus?

 

Es muss nicht unbedingt eine Maschine aus dem Rundfunkstudio sein.

Studiobänder auf Spule oder Bobby überspiele ich mit einer Revox B77 mit 19 + 38 cm/sek auf den PC. Die Wiedergabe erfolgt mit der studioüblichen IEC-Entzerrung.

Für Bobbys werden spezielle Bandteller und Adapter verwendet.

Revox B77

 

www.tonkopie.de > Startseite

 
 
Software PC-Hardware Audio-Geräte Zubehör Anschlüsse
Aufnahme Hörproben Probleme Bilanz Kleine Helfer
VHS auf DVD Audio-Links Angebot Kontakt Impressum